
Geboren und aufgewachsen bin ich in Kassel. Die Mutter als Sozialarbeiterin, der Vater als Lehrer haben mir schon früh gezeigt, dass die Welt nicht am Gartenzaun aufhört, sondern in gelebter
Gemeinschaft und Solidarität ihren Sinn findet – und in nun bald vier Lebensjahrzehnten messe ich mein Handeln immer wieder an diesem Anspruch.
Die erste große politische Erschütterung meines Lebens war 1999 der NATO-Krieg gegen Serbien um das Kosovo, der mich schon als Kind mit vielen Fragen an die Welt zurückgelassen hat. Fragen die mich seitdem durch jede neue bewaffnete Auseinandersetzung alter und neuer Imperien um Öl, Einfluss und Gebietsgewinne begleiten.
Selbst politisch aktiv geworden bin ich schließlich während der Abizeit während der Auseinandersetzungen um Studiengebühren in Hessen im Jahr 2006. Nach dem Abi bin ich 10 Monate über verschiedene Kontinente gereist und habe viel über die Welt und mich selbst gelernt.
Nach dem Studium der Soziologie (in Frankfurt/Main) stand für mich die Frage Berlin oder Hamburg, aber ich habe mich ohne Umstände für die richtige Stadt entschieden und dort letztlich für den schönsten Bezirk. Seit mehr als 10 Jahren lebe ich gerne im Ortsteil Plänterwald, mit seinen günstigen Wegen nach Alt-Treptow in die eine Richtung und
Baumschulenweg in die andere. Was ich an Berlin jeden Tag aufs neue schätze, ist der schnelle Wechsel zwischen geschäftiger Ernsthaftigkeit im Alltag und der entspannten, geselligen Atmosphäre vorm nächsten Späti, zwischen Kleingärten und großen Parks, zwischen Currywurst und Falafel.
Ich habe lange für die Rosa-Luxemburg-Stiftung gearbeitet und war auch für Bundestagsabgeordnete der Linken tätig. Da war meine Spezialisierung vor allem Finanz- und Haushaltspolitik – eine gewisse Begeisterung für Zahlen brachte mich auch zum Zweitstudium: Mathematik und Politik auf Lehramt an der FU Berlin. In die Partei Die Linke bin ich im Jahr 2012 eingetreten, war dort unter anderem im Berliner Landesvorstand (2016-2023) für die Arbeit derBerliner Linken zum Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ zuständig. Seit 2022 bin ich Vorsitzender der Linken in Treptow-Köpenick.
In der Freizeit findet man mich gelegentlich im Fußballstadion. Und auch wenn ich nun schon einige Jahre Mitglied bei Union bin: Meine Herz war mit 8 beim ersten Besuch im Westfalenstadion verloren, was mich zweimal pro Saison ein bisschen in eine Zwickmühle bringt. Als Kind habe ich noch selber im Verein Fußball gespielt, heute kicke ich einmal die Woche zum Spaß. Außerdem spiele ich gerne Tischtennis und nehme hier auch am Berliner Ligabetrieb teil. Ansonsten findet man mich im Urlaub mit der gleichen Begeisterung beim alpinen Wandern, am oder gleich auf dem Wasser, gerne auch ganz in der Nähe auf Brandenburger Seen.