Alt-Treptow, Plänterwald und Baumschulenweg

Mietenwahnsinn stoppen
Defizite in der Nahversorgung

Während die großen Defizite in der Nahversorgung im Plänterwald schon seit Jahren offensichtlich sind, lohnt es sich inzwischen auch in Alt-Treptow immer mehr, für gut erreichbare soziale Angebote, ärztliche Versorgung und kulturelles Leben aktiv zu werden.

Die Situation am früheren Cine-Star, dass nun leer steht, wie auch das erst langsam Sterben und die nun endlose Baustelle im Parkcenter, machen das Problem auch innerhalb des S-Bahn-Rings drängender. 

Nachverdichtung und Infrastruktur

Nachverdichtungen sind in allen drei Ortsteilen große Aufreger – und das zu Recht. Werden hier doch wie die Erfahrung aus Plänterwald zeigt, ohne begleitenden Ausbau der Infrastruktur einfach nur Grünflächen versiegelt und so der „Schlafstadt“-Charakter in mehreren Wohngebieten verstärkt.

Das Fehlen von Einkaufsmöglichkeiten, die zum Teil sehr langen Wege zu fach- und hausärztlicher Versorgung verringern die Lebensqualität nicht nur für ältere Bewohner*innen. Mangelnde Infrastruktur und schlechte Verkehrsanbindung treffen dabei die neu Hinzugezogenen genauso wie Alteingesessene.

Mobiltität für alle

Die Baumschulenstraße muss vom Durchgangsverkehr entlastet und die ÖPNV-Verbindungen gestärkt werden. Denn auch hier bei uns im Wahlkreis gilt, was für ganz Berlin gilt:  Ein flächendeckend ausgebauter, barrierefreier, preisgünstiger und zuverlässiger ÖPNV muss die Grundlage jeder sozialen und nachhaltigen Verkehrspolitik sein.

Denn es geht tatsächlich nicht darum, Autos zu verbieten, sondern die meisten von ihnen durch klug geplante Alternativen überflüssig zu machen. Dass sich Anwohnende in Alt-Treptow mit viel Engagement auf den Weg gemacht haben, um mit einem Kiez-Block-Konzept den Kiez vom Durchgangsverkehr zu entlasten, ist unterstützenswert und ermutigend. 

Unser Kiez bleibt bunt!

Mut brauchen wir auch, wenn wir gemeinsam Zivilcourage zeigen – gegen Hass und rechte Hetze. Egal ob bei den zunehmenden Übergriffen in Alt-Treptow oder dem Angriff auf Monir Khan, den Mann der Pfarrerin der Kirche in Baumschulenweg: ich bin immer wieder stolz wie stark, bunt und laut die demokratische Antwort aus unserer

Nachbarschaft auf solche Vorfälle ausfällt. Ich bin seit Jahren antifaschistisch im Kiez engagiert. Das geht von aktiver Erinnerung, wie der Verlegung von Stolpersteinen bis hin zur aktuellen Information und Mobilisierung gegen rechtsextreme Strukturen. Selbstverständlich bin ich deshalb Mitglied im BdA Treptow.